Philosophie
Eine gute Anlagestrategie muss zu Ihren Zielen passen, verständlich sein und auch dann tragen, wenn die Märkte unruhig werden. Dafür arbeite ich nach vier Grundsätzen.

Was mich leitet.
Stabilität
Der Wert guter Beratung zeigt sich besonders in schwierigen Marktphasen. Dann hilft ein klarer Plan dabei, überstürzte Entscheidungen zu vermeiden und an der vereinbarten Strategie festzuhalten.
Unabhängigkeit
Ich bin keiner Bank und keinem Produktanbieter verpflichtet. Nach § 34h GewO darf ich mich für die Beratung grundsätzlich nur durch den Anleger vergüten lassen. Produktbezogene Zuwendungen darf ich nicht behalten.
Evidenz
Empfehlungen müssen sich an nachvollziehbaren Daten und belastbarer Forschung messen lassen. Das gilt auch für die Entscheidung, eine bestehende Anlage unverändert zu lassen.
Prognosefreiheit
Die Aufteilung Ihres Vermögens richtet sich nach Ihren Zielen, Ihrem Zeithorizont und dem Risiko, das Sie tragen können. Kurzfristige Marktprognosen sind dafür keine verlässliche Grundlage. Anpassungen folgen vorher festgelegten Regeln.
Was gute Begleitung beitragen kann
Vanguard beschreibt in seiner Forschung unter dem Begriff „Advisor’s Alpha“ mehrere Bereiche, in denen Beratung einen Mehrwert schaffen kann. Dazu gehören eine passende Vermögensaufteilung, kostengünstige Produkte, regelmäßiges Rebalancing und vor allem die Begleitung des Anlegerverhaltens.
Die Untersuchung verspricht keine feste Zusatzrendite. Sie zeigt, an welchen Stellen Beratung helfen kann, vermeidbare Kosten und Fehlentscheidungen zu begrenzen.
Quelle
Quelle: Vanguard, Advisor’s Alpha. Forschungsübersicht bei Vanguard. Die Beiträge hängen von der Ausgangslage ab und lassen sich nicht als jährlicher Mehrertrag einer einzelnen Beratung zusagen.
Wissenschaftliche Renditefaktoren
Bestimmte Merkmale von Unternehmen waren in historischen Kapitalmarktdaten über lange Zeiträume mit unterschiedlichen Renditen verbunden. Solche Merkmale werden als Renditefaktoren bezeichnet.
Eine faktorbasierte Strategie versucht, diese Zusammenhänge systematisch und breit gestreut zu nutzen. Sie setzt nicht darauf, einzelne Gewinner vorherzusagen. Keiner dieser Faktoren liefert in jedem Zeitraum einen Mehrertrag. Deshalb kombiniere ich Faktoren, streue breit und richte die Strategie langfristig aus.
Marktprämie
Aktien haben langfristig eine höhere Rendite als sehr sichere Anlagen ermöglicht. Diese mögliche Mehrrendite ist die Entlohnung für das höhere Risiko. Sie ist nicht garantiert.
Value
Günstiger bewertete Unternehmen haben in historischen Daten langfristig häufig besser abgeschnitten als teuer bewertete Unternehmen. Dieser Effekt kann über viele Jahre ausbleiben.
Size
Kleinere Unternehmen haben langfristig teilweise höhere Renditen erzielt als große Unternehmen. Gleichzeitig schwanken sie meist stärker und können längere Phasen schlechter abschneiden.
Profitabilität
Profitablere Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen haben in historischen Daten häufig höhere Renditen erzielt als weniger profitable Unternehmen.
Faktorprämien seit 1964
Die Darstellung vergleicht die historische Entwicklung des US-Aktienmarkts mit rechnerischen Kombinationen aus Markt- und Faktorprämien. Grundlage sind Daten aus der Fama-French Forschungsdatenbank.
Indexiert auf 100 zum Jahresbeginn 1964, auf Basis von US-Dollar-Renditen. Der letzte Wert zeigt Mai 2026. Keine Wertentwicklung eines realen Kundendepots und keine Umrechnung in Euro.
Historische Rückrechnungen sind keine Prognose. Kosten, Steuern und die konkrete Umsetzbarkeit können das Ergebnis verändern.
Quelle, Berechnung und Hinweise
Quelle: Ken French Data Library, Fama/French 5 Factors (2×3), USA. Verwendeter Datenstand: Mai 2026. Zeitraum der Berechnung: Januar 1964 bis Mai 2026. Gezeigt werden die Jahresendstände und für 2026 der Stand Ende Mai auf einer logarithmischen Skala.
Die monatliche Marktrendite setzt sich aus der Marktüberschussrendite (Mkt−RF) und dem risikofreien Zinssatz (RF) zusammen. Für die übrigen Reihen wird jeweils die monatliche Faktorprämie HML (Value), SMB (Size) oder RMW (Profitabilität) addiert. Die so gebildeten Monatsrenditen werden ab einem Startwert von 100 miteinander verkettet: neuer Indexstand = bisheriger Indexstand × (1 + Monatsrendite / 100). Die Faktoren enthalten Long- und Short-Komponenten; die Kombinationen sind wissenschaftliche Modellrechnungen und keine direkt kaufbaren Fonds.
Die Renditen basieren auf US-Dollar-Daten; Wechselkurse gegenüber dem Euro werden nicht berücksichtigt. Produkt-, Handels- und Umsetzungskosten sowie Steuern sind nicht abgezogen und würden eine reale Anlegerrendite mindern. Einzelne Faktorprämien können über Jahre ausbleiben oder negativ sein. Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Zwei unterschiedliche Vorgehensweisen
| Kriterium | Klassisch aktiver Ansatz | Faktorbasierter Ansatz |
|---|---|---|
| Auswahl | Einzelne Titel, Branchen oder Zeitpunkte werden gezielt ausgewählt | Das Portfolio folgt vorher festgelegten Merkmalen und Regeln |
| Streuung | Kann je nach Fonds oder Strategie konzentriert sein | In der Regel breit über viele Unternehmen verteilt |
| Entscheidungsgrundlage | Einschätzung des Fondsmanagements | Systematische Auswertung langfristiger Kapitalmarktdaten |
| Anpassungen | Abhängig von aktuellen Entscheidungen des Managements | Regelgebundenes Rebalancing |
| Kosten | Häufig höher | Kann kostengünstig umgesetzt werden |
Mein Ansatz
Breit gestreut
Ihr Vermögen verteilt sich über Anlageklassen und Regionen. Kein einzelner Markt und kein einzelnes Unternehmen entscheidet über das Ergebnis.
Wissenschaftlich fundiert
Die Gewichtung folgt Renditefaktoren, die in Kapitalmarktdaten über Jahrzehnte belegt sind. Prognosen zu einzelnen Titeln oder zum richtigen Zeitpunkt spielen keine Rolle.
- MarktAktien gegenüber sicheren Anlagen
- Valuegünstig bewertete Unternehmen
- Sizekleinere Unternehmen
- ProfitabilitätUnternehmen mit soliden Geschäftsmodellen
Kostengünstig umgesetzt
Ich setze auf kosteneffiziente Fonds und ETFs, ohne Ausgabeaufschläge und ohne Vertriebsvergütungen, die bei mir verbleiben.
Laufende Kosten pro Jahr, Durchschnitt für Privatanleger in der EU (ESMA, 2025)
Passend zu Ihrem Risiko
Das Risikoprofil legen Sie mit mir fest, bevor investiert wird. Regelmäßige Überprüfung und Rebalancing führen die Aufteilung nach festen Regeln dorthin zurück.
Hinweise und Quellen
Die Darstellung ist ein Beispiel und keine allgemeine Empfehlung. Die passende Aufteilung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. * Regionen nach weltweiter Aktienmarktkapitalisierung zum 31. Dezember 2025, gerundet. Quelle: Dimensional auf Grundlage von Bloomberg Daten. Laufende Kosten aktiv gemanagter Aktienfonds und passiver Aktien-ETFs, Durchschnitt für Privatanleger in der Europäischen Union. Quelle: Europäische Wertpapieraufsicht ESMA, Market Report on Costs and Performance of EU Retail Investment Products 2025, veröffentlicht am 3. März 2026.